Die Kultur in Zoldo ist naturverbunden, handwerklich und eng mit Holz verbunden. Man sieht sie an den Häusern, hört sie in der Mundart und erlebt sie am lautesten im Karneval, wenn in Fornesighe die Gnaga durchs Dorf zieht.
Veranstaltungskalender
Was demnächst im Tal los ist. Vergangene Termine verschwinden automatisch.
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28. November 2026
Start der Skisaison bei Dolomiti Superski
· Skigebiet Civetta, Pecol
Das genaue Startdatum im Skigebiet Civetta steht noch nicht fest. - 6. Dezember 2026 Cinema tra i monti · Cinema di Dont, Val di Zoldo
- 24. Dezember 2026 Santa Claus in Dozza · Dozza, Val di Zoldo
- 26. Dezember 2026 Babbo Natale sugli sci · Comprensorio ValdiZoldo Skiarea, Val di Zoldo
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6.–7. Februar 2027
Karneval der Gnaga
· Fornesighe, Umzug am Sonntag
Voraussichtlich, meist am ersten Wochenende im Februar. - 11.–13. Juni 2027 Dolomiti Extreme Trail · Forno di Zoldo, Läufe von 11 bis 103 km
Alle Termine ohne Gewähr. Den vollständigen Kalender führt der Tourismusverband: Veranstaltungen im Val di Zoldo.
Tabià: die Heustadel des Tals

Das typische Gebäude im Tal ist der Tabià. Unten steht ein gemauertes Erdgeschoss, oft als Stall genutzt, darüber ein Aufbau aus Holzbalken, in dem das Heu trocknete und gelagert wurde. Die Lattenwände lassen Luft durch, die weiten Dächer schützen vor Schnee.
Besonders viele Tabià stehen in Fornesighe, das zu den schönsten Dörfern des Tals zählt, aber auch in Coi, Mareson und Pecol. Manche werden noch als Heuschober genutzt, viele wurden behutsam zu Ferienwohnungen umgebaut. Wer durch die Dörfer geht, sollte auf die Details achten: Holzschindeln aus Lärche, alte Initialen und Jahreszahlen im Gebälk.

Karneval in Fornesighe und die Gnaga
Der bekannteste Brauch des Tals ist der Karneval von Fornesighe, gefeiert meist am ersten Wochenende im Februar, der große Umzug ist am Sonntag. Im Umzug ziehen Gestalten mit geschnitzten Holzmasken durch das Dorf. Die wichtigste Figur ist die Gnaga (gesprochen etwa „Njaga“): eine gebückte alte Frau in großen Holzschuhen, die in ihrer Kiepe einen fröhlichen jungen Mann auf dem Rücken trägt. Ihr Gesicht ist eine geschnitzte Holzmaske, Erzählungen nach geht die Figur auf das Jahr 1897 zurück.
Vor dem Zug springt der Matazin in buntem Gewand mit lauten Glöckchen umher und kündigt den Umzug an. Am meisten gefürchtet ist der Om Salvarech, der behaarte „wilde Mann aus dem Wald“ mit spitzen Zähnen. Zum Karneval gehört auch ein Wettbewerb für geschnitzte Holzmasken der Bergkarnevale.
Die Masken aus dem Zoldo sind so typisch, dass sie auch in Museen gezeigt werden, etwa im Museo Maschere Dolomitiche in Sacile. Im Tal selbst gibt es in Forno di Zoldo ein kleines Museum für Masken und Holzintarsien in der ehemaligen Dorfmolkerei.




Der nächste Karneval der Gnaga steht im Veranstaltungskalender weiter oben.
Kirchen und der „Michelangelo des Holzes“

Die älteste Kirche des Tals ist San Floriano in Pieve di Zoldo. Urkundlich erwähnt wird sie schon im 12. Jahrhundert, ihre gotische Form bekam sie Ende des 15. Jahrhunderts. Weithin sichtbar ist der rund 47 Meter hohe Glockenturm, dessen Spitze mit Lärchenschindeln gedeckt ist.
Im Inneren steht der Seelenaltar (Altare delle Anime) von 1687, ein frühes Werk von Andrea Brustolon. Der Bildhauer wurde 1662 in Belluno geboren, seine Eltern stammten aus dem Zoldo. Er lernte in Venedig und Rom, schnitzte Prunkmöbel für venezianische Adelsfamilien und später vor allem Altäre und Figuren für Kirchen in der Provinz Belluno. Im 19. Jahrhundert nannten ihn Kritiker den „Michelangelo des Holzes“.

Typisch für das Tal sind auch die vielen kleinen Bildstöcke, die Capitelli, an Wegkreuzungen und Dorfeingängen.
Naturkundliche Ausstellung in Pieve
In der ehemaligen Grundschule von Pieve di Zoldo zeigt die Mostra naturalistica, welche Tiere in den Wäldern und Bergen rund um das Tal leben. Zu sehen sind präparierte Vögel wie Waldkauz, Habicht, Eichelhäher und Auerhahn, dazu Murmeltiere, Marder, Reh, Gämse und Hirsch. Daneben liegen Spuren aus dem Wald: Nester, Federn, Schädel, Fußabdrücke und ein Baumstamm, an dem man sieht, wie der Specht gearbeitet hat. Für Kinder ist das ein schöner Ort, um zu lernen, wer im Wald lebt, und ein gutes Ziel an einem Regentag.




Öffnungszeiten und aktuelle Infos findest du auf der offiziellen Seite: Museen und Ausstellungen im Val di Zoldo.
Sprache: Zoldano
Untereinander sprechen viele Einheimische Zoldano, eine Mundart, die Sprachwissenschaftler als ladinisch-venetisch einordnen. Mit dem Ladinischen in Südtirol ist sie verwandt, hatte aber nie direkten Kontakt zu Tirol und ist stärker vom Venetischen geprägt. Das Gebiet ist nach dem italienischen Minderheitengesetz 482/1999 als ladinisch anerkannt. Das älteste bekannte Schriftstück auf Zoldano ist eine Übersetzung des Gleichnisses vom verlorenen Sohn aus dem Jahr 1835.
Ein Wort, das man im Tal schnell lernt: tabià. Und wer im Café einen Einheimischen auf Deutsch anspricht, wird oft überrascht: Durch die Eismacher-Tradition sprechen viele Zoldaner sehr gut Deutsch.
KiKeSona: Musik auf Zoldano
Dass Zoldano lebt, zeigt die Band KiKeSona aus Forno di Zoldo. Sie singt ihre Lieder im Zoldaner Dialekt. Texter und Sänger ist Augusto „Charly“ Gamba. Bekannt sind das Album Masa bèl mit Liedern wie „Le Bocole“ und „Isolai“ und die EP Ora de torná, „Zeit heimzukehren“, ein Thema, das jeder Eismacherfamilie vertraut ist.
Sonnenuhren an den Häusern
Wer durch die Dörfer geht, sieht an vielen Hauswänden alte Sonnenuhren, die meridiane. Oft tragen sie einen Sinnspruch, auf Italienisch oder Latein.

Brunnen, Höfe und Alltag





Bücher aus dem Zoldo Tal
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